Maria-Theresia-Straße und Möhlstraße

Diese beiden Straßen gehören mit ihren prachtvollen Villen seit ihrer Entstehungszeit in den 1890er-Jahren zu den begehrtesten Wohnvierteln unserer Stadt. Die besten Architekten der Jahrhundertwende durften hier “in bester Lage” für wohlhabende Bürger bauen, stellvertretend für andere seien hier Martin Dülfer, Max Littmann, Leonhard Romeis, Eugen Drollinger, die Gebrüder Ludwig und Emanuel von Seidl genannt. Auch traurige Begebenheiten sind mit der Geschichte der beiden Straßenzüge verbunden, so wurden während der Zeit des Nationalsozialismus die vielen jüdischen Hausbesitzer nicht nur enteignet, sondern auch in ein sogenanntes »Judenhaus« in der Möhlstraße zusammengepfercht, bevor sie in die berüchtigten Vernichtungslager transportiert und dort ermordet worden sind. Nach dem Krieg befand sich hier der größte Schwarzmarkt von München. Stilistisch sind verschiedene Stilarten von Neurenaissance, Neubarock, Neurokoko, Neoklassizisus und Jugendstil zu finden; auch der vermutlich erste Jugendstilbau Deutschlands (von Martin Dülfer) steht in der Maria-Theresia-Straße, die übrigens nach der Gattin des letzten Bayerischen Königs benannt worden ist.

Stadtteilspaziergang mit dem Historiker Dr. Dieter Klein

Foto: Rufus46

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Termin
26. Juni 2022

Uhrzeit
16:00 – 17:30

Eintrittspreis
Teilnahmegebühr 5 €. Mitglieder des Vereins NordOstKultur können kostenlos teilnehmen.

Kategorie
Stadtteilspaziergänge

Veranstaltungsort
Treffpunkt bzw. Veranstaltungsort wird nach der Anmeldung bekanntgegeben

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